Fadenspannung einstellen
Wenn der Faden beim Nähen reißt, ist die Fadenspannung zu hoch. Wenn sich beim Nähen kleine Schlaufen bilden, ist die Fadenspannung zu niedrig.
In beiden Fällen muss die Fadenspannung eingestellt werden. Dabei müssen Oberfadenspannung und Unterfadenspannung im richtigen Verhältnis zueinander stehen.
Regulierung der Unterfadenspannung
Die Spulenfadenspannung ist gerade richtig, wenn Sie den Faden leicht mit einem kleinen Widerstand aus der Spule herausziehen können.
Die Unterfadenspannung muss selten reguliert werden, da diese bereits von der Fabrik für das Nähen allgemeiner Näharbeiten eingestellt ist.
Für besondere leichte oder schwere Stoffe muss der Unterfaden jedoch auch reguliert werden.
- Die Unterfadenspannung verteilen Sie an der Einstellschraube der Spulenkapsel.
Benutzen Sie zum Einstellen den kleinen beiliegenden Schraubenzieher. - Nehmen Sie die Spulenkapsel heraus:
Niedrigere Spannung – Schraube gegen den Uhrzeigersinn drehen.
Höhere Spannung – Schraube im Uhrzeigersinn drehen.
Unterfadenspannung überprüfen
Die einfachste Art, die Unterfadenspannung zu überprüfen, ist das Nähen eines mittleren Zickzackstiches auf dem Stoff, den Sie nähen wollen. Benutzen Sie dazu die vorgesehenen Nadeln und Fäden. Besonders deutlich wird es, wenn Sie für Ober- und Unterfaden verschiedene Farben verwenden.
- Nähen Sie nur einige Zickzackstiche.
Die Fadenspannung ist richtig, wenn Sie den Unterfaden nicht auf der Oberseite des Stoffes zu sehen bekommen.
Achten Sie darauf, dass Sie immer gleichmäßige Stiche nähen.
Regulierung der Oberfadenspannung
Die Spannung wird von den Scheiben, durch die der Faden geführt wird, erzeugt. Der Druck auf diese Scheiben wird durch das Oberfadenspannungsrädchen reguliert.
Je höher die Zahl, desto fester die Spannung. Diese wird erst durch Herablassen des Nähfußes aktiviert.
Es gibt mehrere Gründe, weshalb Sie die Spannung regulieren müssen: So muss z.B. die Spannung für verschiedene Stoffe auch verschieden stark sein.
Die benötigte Spannung hängt von der Festigkeit und Dicke des Stoffes ab, wie viel Lagen Stoff genäht werden sollen und welche Stichart Sie wählen.
Wir empfehlen Ihnen, vor dem Nähen auf einem Stoffrest eine Probenaht zu machen.
Bitte achten Sie darauf, dass die Spannung von Ober- und Unterfaden gleichmäßig ist, da es ansonsten zu einem Zusammenziehen des Stoffes kommen kann.
Prüfung von Ober- und Unterfadenspannungen
Richtige Naht
Die richtige Einstellung von Ober- und Unterfadenspannung sollte gerade so fest sein. dass sich die Verschlingungen der Fäden in der Mitte des Stoffes befinden.
Der Stoff bleibt glatt und bildet keine Falten.
Unsaubere Naht
Oberfaden ist zu fest und zieht den Unterfaden nach oben. Der Unterfaden erscheint auf der oberen Stofflage.
Lösung: Oberfadenspannung durch Drehen des Oberfadenspannungsrädchens auf eine niedrige Nummer herabsetzen.
Unsaubere Naht
Oberfaden ist zu locker. Der Unterfaden zieht den Oberfaden nach unten. Der Oberfaden erscheint auf der Unterseite der Stofflage.
Lösung: Oberfadenspannung durch Drehen des Oberfadenspannungsrädchens auf eine höhere Nummer drehen.
Tipps für Zickzackstich
Um bessere Zickzackstiche zu erhalten, muss die Oberfadenspannung lockerer sein als beim Nähen von Geradestichen.
Der Oberfaden sollte auf der Unterseite des Stoffes leicht sichtbar sein.
In Fällen von unsauberen Nähten sollten Sie eventuell die Unterfadenspannung regulieren.